HISTORY

Barock, Beat und Weltmusik

1972 sorgten drei junge Musiker aus Deutschland für Aufsehen, national wie international: Lothar Siems, Walter Quintus und Thomas Olivier. Ihre Band PARZIVAL war die erste Klassik-Rock-Formation des Kontinents. Die Pioniere des deutschen Progressive- und Folk-Rocks schrieben zudem mit dem ersten deutschen Music-Clip-Video Pop-Geschichte. Die Kombination von traditionellen Instrumenten wie Geige, Flöte und Gitarre mit Rock-Arrangements brachte ihnen den Ruf ein, der europäische Counterpart zu britischen Bands wie "Jethro Tull" oder "Genesis" zu sein. Das Londoner Fachmagazin „Melody Maker“ zählte die Band zu den „interessantesten Gruppen Europas“. 

Nach dem Split von PARZIVAL 1973 beleuchtete der Parzival-Mitbegründer Thomas Olivier als freier Journalist die Musik-Szene von der anderen Seite. Aber sein Weg als Musiker ging weiter: Er arbeitete als Studiomusiker, komponierte neue Songs, gründete Bands, stand vor der TV-Kamera. 2023 ließ er nach 5 (!) Jahrzehnten Deutschlands Klassik-Rock-Legende PARZIVAL wieder aufleben – mit dem Konzept-Doppelalbum DAVID – THE HYMN und  23 neuen Songs!

Musik hat Thomas Olivier ein Leben lang begleitet: Mein Vater war Opern- und Konzertsänger. Mein Großvater und meine Mutter spielten Klavier, meine Großmutter Viola, meine Schwester Querflöte. Ur-Ur-Großvater Friedrich Olivier diente als Stabs-Hornist in der Königlich Preußischen Armee. Auch Orgelbau-Meister des Barock gehören zu den Vorfahren. So z. B. die Orgelbauer Balthasar König und Christian Ludwig König, die den rhein-und niederländischen Orgelbau im 18. Jahrhundert prägten. Manche ihrer Werke sind bis heute nicht verstummt.

 

2026 - 2025

Konzerte/Promotion-Tour in Süddeutschland: u. a. München, Heilbronn, Köln, Mannheim, Bad Friedrichshall etc.

Musik-Sessions/Interviews:  U. a. in Bremen, Köln, Viersen, Dülken, Mönchengladbach. 

Besuch beim Regional-Sender „Studio Nierswelle“ in Viersen bei den Moderatoren Gabi Koepp und Jürgen Meis. Tolles „Old School“ Radio. Von Pop bis „Schwermetall“ (moderiert von Jochen Oberlack). Viele Popstars schätzen das quirlige Radio-Team vom Niederrhein: Ob Midge Ure, Peter Frampton oder Stefanie Heinzmann – Interviews werden hier mit Kenntnis und Leidenschaft geführt. Die „Masterminds des beliebten Regionalsenders, Gabi  Koepp und und Jürgen  Meis, sind zudem Besitzer der vielbesuchten „Beatles Gallery The Green Walrus“ in Viersen. Sogar aus Übersee reisen die Fans an.

Foto/Film-Sessions: Schloss Ringelheim, Schloss Klessen, Bremen, Havelberg, Neuruppin, Braunschweig, Vechelde, Peine, Lengede, Wolfenbüttel und Königslutter, etc. Realisation: atelier siems, olivier music, T & T, Hardy Brackmann.

Sendereihe „LEGENDEN : Ein gemeinsames Projekt von Studio Nierswelle und Thomas Olivier. Interviews mit Persönlichkeiten der Zeitgeschichte – eine akustische Reise, die von den 2000er bis in die 1970er Jahre zurückreicht. Neben historischen Gesprächen stehen auch Themen wie Musik, Schauspiel und Kunst im Mittelpunkt der Sendereihe. Alle Folgen sind exklusiv in der Mediathek von  NRWision zu hören.

Dorian Rudnytsky, einst Cellist beim New York Rock & Roll Ensemble, meldet sich bei Thomas Olivier: "First time I saw this video … of Parzival. Interesting because I'm from the USA and was in what was at that time called "the first classic-rock band" in America - the New York Rock & Roll Ensemble - and so feel like I'm running across a kindred spirit, even though all of this is many decades ago. Whoever is still around from that band - I wish you well!" „Ich habe dieses Video von Parzival gerade zum ersten Mal gesehen. Es ist interessant für mich, da ich aus den USA stamme und Mitglied der Band war, die damals als ‚erste Classic-Rock-Band‘ Amerikas galt – dem New York Rock & Roll Ensemble. Daher habe ich das Gefühl, auf einen Gleichgesinnten zu stoßen, auch wenn all das schon viele Jahrzehnte zurückliegt. Wer auch immer von dieser Band noch da ist: Ich wünsche Euch alles Gute!“

Veröffentlichung des Weihnachtsbuches Buches "Der schönste Schnee fällt nicht vom Himmel". Weihnachtliches von Thomas Olivier aus 40 Jahren Journalismus. (Illustrationen: Christiane Hermann, Layout: atelier siems)

2024 - 2022: PARZIVAL - Ein neues Kapitel

2022: Weltweite Veröffentlichung des Konzept-Doppelalbums DAVID – THE HYMN mit 23 neuen Songs und 130 Musikerinnen und Musikern aus 23 Ländern. Das erste neue Werk der Klassik-Rock-Band PARZIVAL nach 50 Jahren!

Die Songs finden in den Medien ein positives Echo: „Album des Monats“ und „Album der Woche“. 

Das Ausland wird hellhörig: Interview u. a. mit dem amerikanischen Video-Kanal „Tending The Pale Bloom“ in Dallas/Texas. Interview mit dem amerikanischen Bestseller-Autor Will Romano ("Wish You Were Here: Inside Pink Floyd's Musical Milestone") von der New York Post.

2024: Das Doppel-Album DAVID – THE HYMN erscheint bei SIREENA RECORDS in exklusiver Gatefold-Aufmachung auf Vinyl. 

https://www.sireena-shop.de/produkte/sireena/parzival-david-the-hymn-2-lp/

2021 - 2016

2016: Aufnahmen für das Musik-Album „Tafiti“. Das Werk, in dem ein kleines Erdmännchen die Hauptrolle spielt, gewinnt den Kindersoftware-Preis des Bundesfamilienministeriums. Thomas Olivier übernimmt die Rolle des Nashorns "Norbert". Musik, Komposition und Produktion: Dieter Faber, Co-Produzent von Parzival. 

2017: Warner Music veröffentlicht in Japan die Parzival-LPs „Legend“ und „Barock“ auf CD.

Weitere Aufnahmen zum neuen Parzival-Album DAVID - THE HYMN.

2021: 23 neue Songs von PARZIVAL. Ende der Produktion vom Doppel-Album DAVID – THE HYMN.

2015- 2010

2010: Thomas Olivier steht wieder als Zeichentrick-Held Pettersson im Studio: „Neue Lieder von Pettersson & Findus“-CD des Hamburger Komponisten Dieter Faber. 

2011: Fortsetzung der Produktion vom Parzival-Album DAVID – THE HYMN im faberton studio, Hamburg.

2011: Wiederveröffentlichung der Parzival-LP „Legend“ (2011) auf Vinyl durch Sireena Records. Erstmals mit Gatefold-Cover und Songtexten. (SOLD OUT!)

2012: Wiederveröffentlichung der Parzival-LP „BaRock auf Vinyl bei Sireena Records. https://www.sireena-shop.de/search?q=Parzival+barock&filter=0&module=18388278596 

2015: Wiederveröffentlichung der Alben „Legend“ und „BaRock“ als Audio-CDs in den Original Album Series - Krautrock von Warner Music.

Reportagen/Features als Journalist für viele deutsche Print-Medien. 

2009 - 2001

2001: Eastwest Records veröffentlicht die CD „Die Telefunken-Story“. Die Geschichte des deutschen Kult-Labels mit Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Ton, Steine, Scherben – und Parzival.

2002: Thomas Olivier feiert Premiere als Zeichentrick-Held Pettersson auf den „Pettersson & Findus“-CDs des Hamburger Komponisten Dieter Faber, Co-Produzent von Parzival. Der kauzige Hinterwäldler Pettersson und sein pfiffiger kleiner Kater Findus erobern die Kinderzimmer und Kitas.

2006: Die Single „Souls Married To The Wind“ von Parzival erscheint auf dem Sampler „Mystic Spirits“. Mit auf der LP: Jethro Tull und Mike Oldfield.                                                                                                                                                                                                                                                               Der anarchische 17-Minuten-Titel „Groove Inside“ und der Song „Black Train“ von Parzival erscheinen auf dem Krautrock-Sampler   „Music For Your Brain, Vol.“ beim Label Target Music. 

(http://www.krautrock-musikzirkus.de/de,Various-Sampler_Krautrock-Music-for-your-Brain-Vol-4-6-CD-Box_3166,N.html).

2007: In der CD-Serie 100 Collection of the world best rock rarities veröffentlicht die südkoreanische Won-Sin-Music-Company die Parzival-Alben „Legend“ und „BaRock“.

Thomas Olivier schreibt Reportagen und Features für viele deutsche Print-Medien. Lieblingsthemen: Ungewöhnliche Menschen mit ungewöhnlichen Tätigkeiten/Fähigkeiten/Lebenswegen – und Weihnachts-Geschichten. ...

1998 - 1997

Erstauflagen der Parzival-Alben „Legend“ und „BaRock“ erzielen weltweit Höchstpreise.

1998: Die Alben „Legend“ und „BaRock“ erscheinen bei der Warner/Teldec, digitally remastered und mit Bonus-Tracks als CDs.                          Die Ritter rocken jetzt digital (Bremer Nachrichten/Weser Kurier)                                                                                                                                                          Legendäre Deutsch-Rock-Band wiederentdeckt (Rolling Stone)                                                                                                                                                      Nach  Eine aufregende, vielschichtige Musik aus den Jahren 1971 und 1972 (Rheinische Post)

 Aufnahme der Percussion mit Meister-Trommlern der Nationalensembles der Elfenbeinküste und Benins für das neue Doppelalbum            DAVID – THE HYMN – an einem Karfreitag in einem Hamburger Wohnzimmer! Die Beats bringen die Nachbarschaft in Rage.

1996 - 1995

1995: Hollywood-Star Peter Ustinov empfängt Thomas Olivier in Hamburg mit Gesang: „Ich hab´Tränen gelacht!“ Kurz vor seinem Ritterschlag durch die Queen musste der zweifache Oscar-Preisträger ein Formular ausfüllen. Eine der Fragen lautete: „Können Sie knien?“ Ustinov antwortete: „Ich kann knien, aber nicht wieder aufstehen!“ ...

1996: Produktions-Beginn des Titels „Keep Your Eyes On Us“ vom neuen Doppel-Album DAVID - THE HYMN: Aufnahme mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg in Berlin unter der Leitung von Hans-Jürgen Knipphals, Pianist und Arrangeur bei Parzival.

1992 - 1990

1990: Interview mit Paul McCartney in Hamburg.

1991: Komposition und Demo-Aufnahme des Frieden-Songs „Future Cities“, inspiriert durch den Beginn des Golfkriegs. Der Song erscheint 2022 auf dem Comeback-Album DAVID – THE HYMN.

1992: Der NDR dreht einen Fernseh-Film über Thomas Olivier und seine TO-Band für das TV-Magazin „DAS!“. Schon damals mit dabei: Dieter Faber (git), Film-Komponist, Co-Produzent von Parzival.

Aufnahme der ersten Version von der Ballade „Juanita“. 

Produktion weiterer Songs. Musiker aus dem Umfeld von Rock-, Pop- und Klassik-Größen wie Santana, Prince, Backstreet Boys und Nigel Kennedy, Mitglieder der NDR-Elbphilharmonie und der Bayreuther Festspiele, das  Deutsche Filmorchester Babelsberg und westafrikanische Trommler der National-Ensembles von der Elfenbeinküste und von Benin wirken am Album mit. 

Die Produktion zieht sich – unterbrochen von langen Pausen – über zwei Jahrzehnte hin. An ein Konzept-Album, geschweige denn an eine Rückkehr von PARZIVAL, war zunächst nicht geplant.                                                                                                                                            

1992: TV-Interview mit Mike Rutherford, Tony Banks und Phil Collins von Genesis für den NDR in Kiel. 

1989 – Das letzte Konzert (in Originalbesetzung)

Schwanengesang: Im März überrascht PARZIVAL mit einem Konzert an dem Ort, wo die Legende begann: in Bremen. Der letzte Auftritt von Deutschlands erster Klassik-Rock-Fomation in Originalbesetzung mit Lothar Siems (git, voc), Walter Quintus (viol), Thomas Olivier (git, voc) und Matthias Müller-Menckens (flute). Als E-Gitarrist u. a. dabei: Dieter Faber, später Co-Produzent vom PARZIVAL-Doppelabum DAVID - THE HYMN. „Kaum hatten wir die Bühne verlassen, gebar die Idee, Parzival wieder aufleben zu lassen!“

1988 - 1985

1985: Treffen mit Rocksänger Roger Chapman ("Shadow On The Wall") in Hamburg.

1985: Thomas Olivier gründet mit dem Fotografen Thomas Lüders die Presseagentur „Thomas & Thomas“ in Hamburg.

1986: Treffen mit Theater- und Filmstar Bruno Ganz („Der Untergang“) in Berlin. Der Schauspieler beklagt die "totale Verrohung der Gesellschaft". Das Interview währt 5 Stunden. Bruno Ganz bereitete sich gerade auf seine Engel-Rolle in Wim Wenders Film „Der Himmel über Berlin“ vor.

1984

Die Plattenfirma Metronome veröffentlicht die Solo-LP „Cat´s Eye“ von Olivier Project. Der WDR, der Sender Freies Berlin (SFB) und SAT 1 laden zu Interviews ein. Thomas Olivier distanziert sich zeitnah von dem Album: "Ein diktatorischer Produzent. Uninspirierte Songs. Ich war noch auf der Suche nach mir selbst!“ Die schlechten Erfahrungen hatten auch ihr Gutes: „Infrage kamen für mich jetzt nur noch eigene Songs, eigene Ideen.“ Thomas Olivier investiert in ein eigenes Demo-Studio. Er nimmt neue Songs auf - und findet nach Jahren zurück zu Parzival! ...

Treffen mit Who-Bassist John Entwhistle in Hamburg.

Von Grammy-Preisträger Herbie Hancock erfährt Thomas Olivier: „Béla Bartók und Igor Strawinsky sind für mich die größten Vorbilder!“

Treffen mit dem amerikanischen Pop-Duo Hall & Oates ("Maneater") in Ludwigshafen.

Bei Peter Maffay zuhause am Starnberger See.

1983 - 1980

1980: Preisträger-Konzert der Deutschen Phonoakademie mit Thomas Oliviers Bremer Pop-Band Strawberry Sky in der ARD. Zu der sehr kurzlebigen Formation gehören Musiker der Rock-Gruppen Schicke, Führs, Fröhling aus Oldenburg und Train aus Bremen. 

1980: Ray Davies und Dave Davies von den Kinks, outen sich im Interview als Reise-Muffel: „Den ganzen Tag herumfahren. Wir hassen es wirklich. Vor allem die Reisen mit unserem Flugzeug!“ 

1980: Interviews mit Graham Gouldman und Eric Stewart von 10cc.

1980: Bryan Ferry von Roxy Music verrät im Parkhotel Bremen: „Ich habe ein besonderes Faible für die Mode der 1950er Jahre. Und ich liebe die Malerei. Eine meiner Favoritinnen ist die deutsche Expressionistin Paula Becker-Modersohn, und ich schätze den Worpsweder Jugendstil-Künstler Heinrich Vogeler.“

1980: Interview mit Peter Gabriel zur Veröffentlichung seiner LP „Peter Gabriel – ein deutsches Album“: „Die These, dass nur nur Rock und Englisch zusammengehören, ist Unsinn!“ – „Ich erinnerte mich an ein paar Deutsch-Stunden in meiner Schulzeit.“ – „Die Sprache ist rhythmisch und phonetisch sehr interessant!“

1980: Treffen mit Tony Banks von Genesis in London. 

1981: Phil Collins erzählt in London: „Geld ist mir, ehrlich gesagt, egal! Das ist keine Koketterie. Ich habe auch schon materiell schwierige Zeiten erlebt, etwa 1972, als wir mit Genesis mit fast fast einer Million Pfund in der Kreide standen.“

1981: Best-Of-Album „Parzival – Rock in Deutschland, Vol. 9“ erscheint bei Telefunken/Decca (Teldec).  

1982: Diskussion mit Harry Belafonte über Politik: „Filme mit ausschließlich farbigen Darstellern sind in den USA immer noch ein Risiko!“

1982: Frühstück mit Singer/Songwriter Donovan ("Atlantis") in Hamburg. Anlass: Sein erstaunliches Combeback und sein neues Album "Love Is Only Feeling".   

1982: Besuch in den Polar Music Studios von ABBA, Stockholm. Treffen mit ABBA-Sängerin Anni-Frid Lyngstad und Phil Collins. Die Schwedin  nimmt unter der Regie von Phil Collins ihr erstes englischsprachiges Solo-Album auf. Die folgenden Tage: Demo-Produktion von Songs für „Olivier Project“. 

1983: Interview mit Hollywood-Schauspieler Anthony Perkins zum Start von „Psycho II“ in Hamburg. Der Weltstar gibt sich schmallippig: Er beantwortet alle Fragen nur mit `Yes!´ oder `No!´! und trägt zwei verschiedenfarbige Socken.  

1983: Der schwergewichtige US-Sänger Meat Loaf („I´d Do Anything For Love“) bricht während des Interviews mit dem Sofa zusammen.

1983: Interview mit Pamela Birch von der Liverpooler Beatband The Liverbirds.

1979

Gary Brooker, Sänger/Pianist/Komponist von Procol Harum („A Whiter Shade Of Pale“). Gemeinsamer Flug Hamburg-Helgoland. Anlass: Veröffentlichung von Garys Album "No More Fear Of Flying". Gary Brooker leidet unter Flugangst.

„Beethoven würde heute so komponieren so wie ich!“ meint 1979 ganz unbescheiden Ian Hunter (Mott The Hoople) beim Treffen in Hamburg.

Interview mit Rock-Sänger Peter Cetera von Chicago („If You Leave Me Now“) in Hamburg. Peter über die Trennung vom Produzenten Jim Guercio: „Er zeigte kein Interesse mehr und schlief sogar während der Produktion am Mischpult ein!“

Meeting mit Ian Anderson von Jethro Tull. Ian auf die Frage, ob sein kleiner Sohn einmal in seine Fußstapfen treten will: „Hoffentlich nicht! Er weiß bis heute nicht, dass ich Rockmusiker bin. Ich habe ihm eingeredet, dass ich Bankangestellter bin und verlasse deshalb mein Haus nie ohne Aktentasche.“

Der US-Rock-Star und Grammy-Preisträger Johnny Winter verrät im Interview, warum er nie ans große Geld kam: „Das hat mich nie interessiert!“ 

Abendessen und danach Jam-Session mit dem erkälteten Sänger Allan Clarke von den Hollies („The Air That I Breath“). Der Manager tobt: „Allan, hör auf zu singen! Schon deine Stimme!“

1978

Presse-Einladung zum Bundeskanzler-Fest „Hast Du Töne?“. Thomas Olivier und die spätere Parzival-Sängerin Evelyn Beyer-Peters („Keep Your Eyes On Us“, „Salvation“) treffen auf Helmut Schmidts Sause Rockstar David Bowie. Interviews mit Bundespräsident Walter Scheel, Leo Tindemans, Ministerpräsident von Belgien, und mit Egon Bahr, Bundesgeschäftsführer der SPD. Thema: Staatsmänner und Musik.

Erstes Interview mit Peter Gabriel nach seinem Weggang von Genesis. Peter über sein Studio im englischen Bath: „Es liegt in einem ehemaligen Schweinestall hinter meinem Garten. Wenn ich am Mischpult sitze, kann ich die Kühe sehen.“                                                                   Treffen mit Manfred Mann („Mighty Quinn“, „Blinded By The Light“) in Hamburg.

Empfang von Film-Ikone Brigitte Bardot in Strassburg. BB verrät: „Ich drehe nie mehr Filme!“Die Tierschutz-Aktivistin verfolgte           damals im Europarat eine Debatte über die Schonzeit für Baby-Robben.

Telefon-Interview mit dem legendären "Posträuber" Ronald Biggs. 0ca9ccd3-e71e-4103-abe9-7c2006034b16

Treffen mit Eric Stewart und Graham Gouldman von 10cc („I´m Not In Love“) in London.

Mit den Scorpions auf ihrer Tournee in Hongkong und in Japan. Der Vorschlag, die Live-LP von der Tour „Tokyo Tapes" zu betiteln, findet Gehör.

Treffen mit Terry Sylvester von den Hollies.

1977 - 1976

Thomas Olivier gründet mit der späteren Parzival-Sängerin Evelyn Beyer-Peters („Keep Your Eyes On Us“, „Salvation“) ein Folk-Duo. Zusammenarbeit im Studio mit dem Progressive-Rock-Trio „Schicke, Führs, Fröhling" (SFF). Evelyn gewinnt einen Gesangs-Wettbewerb nach dem anderen.

Woodstock-Fotograf Elliot Landy besucht Thomas Olivier und Sängerin Evelyn Beyer-Peters in Hamburg. 

Thomas Olivier schreibt als freier Autor/Journalist für Musik-Joker, Musik-Express, Sounds, Stern,  HHer Abendblatt, Welt, Welt am Sonntag, Playboy u. a.                          

 INTERVIEWS 1976 (Auswahl): 

Rory Gallagher und Thomas Olivier feiern am 2. März ihren gemeinsamen Geburtstag in Hamburg mit viel Irish Coffee. Rory: „Du musst Philosophie haben. Du musst erleben, um kreativ sein zu können!“

Interview mit Rock-Star Billy Swan („I Can Help“) in Hamburg. 

Interview mit Elton John in München zu seinem Album „Blue Moves“: „Ich werde ein immer besserer Live-Sänger!“

INTERVIEWS 1977 (Auswahl):

Telefon-Interview mit Moshe Dayan, Außenminister von Israel. Recherche zum Thema „Staatsmänner und Musik“. Dayan verrät seine Lieblingsmusik: „Ich liebe die Dreigroschenoper!“

Telefon-Interview mit Beatles-Produzent George Martin: „Die Beatles waren viel größer als ich!“ Anlass: Das Album "The Beatles Live At The Hollywood Bowl".

Frühstück mit Emerson, Lake & Palmer im Trianon Palace Hotel, Versailles. Die drei Streithähne wechseln kein Wort miteinander.

Interview mit Englands Premierminister Edward Heath. Über den Erfolg seiner Landsleute Lennon/McCartney meint Heath: „I think, we took the lead very early on!“ Dass ihn die Fab Four in ihrem Song „Taxman“ auf der LP „Revolver" verewigt hatten, findet der Staatmann gar nicht lustig: „They should have asked me before!“

Treffen mit Andrew Lloyd-Webber und Tim Rice  ("Jesus Christ Superstar" ) in Amsterdam. Anlass: Die Welt-Premiere ihres Musicals „Evita“.

Gespräch und Dinner mit Schauspielerin u. Sängerin Daliah Lavi in Hamburg.

1975- 1973

1973: Telefunken Decca (Teldec) veröffentlicht die zweite Parzival-LP "BaRock", die ebenfalls von Conny Plank produziert wird.                   Interviews an allen großen deutschen Radio-Sendern sowie beim AFN und beim BFBS.

März 1973: Die Band zerbricht nach nur 2 Jahren wegen musikalischer und persönlicher Differenzen.

September 1973: Thomas Olivier beginnt ein zweijähriges Redaktions-Volontariat bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Er schreibt erste Konzertkritiken im Feuilleton. Seine Liebe zur Musik bleibt ungebrochen: Solo-Auftritte in Düsseldorf u. Umgebung.

Der Parzival-Titel „Stories/It´s A Pity“ vom Album "BaRock" erscheint als Single in Mexiko und Japan. 

1975: Unter dem Titel „A German Rock Legend“ vereint die Schallplattenfirma Teldec die LPs „Legend“ und „BaRock“ sowie die Single „Souls Married To The Wind“ in einem  Doppelalbum. Heute ein begehrtes Sammlerstück. Die Presse berichtet ausführlich:

 Parzival ist endgültig zur Legende geworden (Weser Kurier)                                                                                                                                                                      Mit das Beste, was je in Deutschland auf den Pop-Markt kam (Rhein-Zeitung, Koblenz)                                                                                                                 Eine denkwürdige Mischung aus Versponnenheit und Klarheit (Augsburger Allgemeine)                                                                                                              Mehr als eine Rock-Legende (Aachener Zeitung )                                                                                                                                                                                            Fast eine Pflichtübung zum Anhören (Rheinische Post)                                                                                                                                                                    Wichtigste Wiederveröffentlichung des Jahres (Westfälischer Anzeiger)                         

1972

20. Januar: Parzival und Udo Lindenberg stellen auf einem gemeinsamen Release-Konzert in Hamburg ihre Debüt-Alben vor.                     200 Journalisten aus dem In- und Ausland reisen an.                                                                                                                                                                               Die Bremer Künstlerin Christina Kubisch springt kurzfristig für unseren Flötisten Matthias Müller-Menckens ein.

25. – 26. Januar: Radio Bremen verfilmt den Parzival-Titel „Resignation“bei strengem Frost an der verfeisten Nordseeküste bei Cuxhaven. 

Schallplattenvertrag mit RCA/London. 

Deutschlands Musikjournalisten wählen das Debüt-Album "Legend" unter die „5 interessantesten Produktionen des Jahres“.

Der avantgardistische Klassik-Folk-Rock beeindruckt Kritiker im In-und Ausland: 

- Platte des Jahres (Petra) 

- Fremdartige Klangwelt von geheimnisvollem Hauch (Pop)  

- Die musikalischste deutsche Popgruppe (HÖRZU) 

- A strong individualistic debut (San Francisco Chronicle) 

- Irre Psychedelic und konzertante Klassik (Rolling Stone)

- Kreativer Urknall des Progressive Folk (Rocktimes) 

- One of the real pearls from Germany’s folk scene (New Musical Express, London)  

- Klangschlösser von diskreter Eleganz und Schönheit (Berliner Morgenpost).

Interviews bei allen Radio-Stationen der ARD, Radio Luxemburg, BFBS und AFN. 

24. - 26. März: Der Sender Freies Berlin (SFB) dreht ein Band-Porträt für die ARD in Bremen und Hamburg.

22. - 23. April: Dreharbeiten mit der deutschen Ufa-Wochenschau auf der Internationalen Luftfahrtschau                                                                 und auf der Kunst- u. Antiquitäten-Messe in Hannover.    

06. - 07. April: Parzival vor den Kameras der Ufa-Wochenschau. Der im Schloss Ahrensburg bei Hamburg gedrehte Film                                     gilt als der erste deutsche Music-Video-Clip.

Produktion und Veröffentlichung der Single „Souls Married To The Wind/One Day“ https://youtu.be/d6n33b9PZrM?si=-u3EeDbQM3wMVffe. Verstärkung am Bass durch den Bremer Bassisten Andreas Helms. Ein Filmteam vom Sender Freies Berlin (SFB) dokumentiert die Produktion der Single bei Conny Plank im Hamburger Star Musik Studio.

Überraschung aus New York: Eine der namhaftesten PR-Agenturen der USA bekundet Interesse am „amerikanischem oder weltweiten Management für die Gruppe Parzival“: Der WARTOKE CONCERN in Manhattan, Promoter von u. a. Woodstock, Frank Zappa, Patti Smith,   Electric Light Orchestra und den Rolling Stones.            

Zu Ehren der Band gibt sich eine Disco in der Nähe von Bremen den Namen „Parzival“.           

Täglich Fan-Post, auch aus der DDR.    

30. August – 10. September: Conny Plank produziert in Hamburg auch das zweite Parzival-Album „BaRock“. Gastmusiker: Thomas Kretschmer, Gitarrist bei Udo Lindenberg, und Harald Konietzko, Bassist der Bremer Band „Thirsty Moon“, Matthias Müller-Menckens (Flöte).

1971

Zweite Reise ihrer Band BEAZZIC CONSERVATORY an die Themse: Walter Quintus, Lothar Siems u. Thomas Olivier präsentieren in London neue Demo-Aufnahmen. 

Das Musik-Label RCA Records in London zeigt Interesse: Die Briten pressen von den Probe-Aufnahmen über Nacht eine Demo-LP und unterbreiten ein Vertragsangebot. Doch die britische Musikergewerkschaft funkt dazwischen: Keine Arbeitserlaubnis auf britischem Boden!  

Englische Plattenfirmen, Manager, Verleger und Promoter von u. a. Cat Stevens, The Who, den Kinks, Tom Jones und den Four Tops greifen in die Trickkiste. Darunter auch A & R-Manager Muff Winwood (ehemals Bassist bei der Spencer Davies Group), Produktionschef von Island Records. Sie alle stellen in Aussicht: „Wir veröffentlichten Eure LP bei uns, wenn sie in Deutschland produziert wird.“ 

Mit Empfehlungsschreiben der Londoner Musik-Szene im Gepäck, kehrt BEAZZIC CONSERVATORY zurück. Die heimische Presse berichtet erstmals über die Erfolge in London.

Erster TV-Auftritt bei Radio Bremen. 

12.02.1971: Vertragsangebot der Hamburger Schallplattenfirma Metronome. 

April 1971: Vertragsangebot der Schallplattengesellschaft RCA in London.

16.04.1971: Vertragsangebot der Hamburger Teldec (Telefunken-Decca).

15.06.1971: Der Produzent Conny Plank (Kraftwerk, Ultravox, Brian Eno, Scorpions, Gianna Nannini) nimmt die Band unter Vertrag. Die Gruppe nennt sich in PARZIVAL um.    

https://de.wikipedia.org/wiki/Parzival_(Band)    

https://de.wikipedia.org/wiki/Conny_Plank    

21.08. bis 12.09.1971: Conny Plank produziert das Debüt-Album "Legend" von PARZIVAL im Hamburger Star Musik Studio von Musikverleger und Komponist Ralf Arnie („Tulpen aus Amsterdam“). Eine Woche später nimmt hier die Band „Kraftwerk“ ihre zweite LP auf.

09.10.1971: Promotion-Reise mit Produzent Conny Plank nach London. Die RCA lädt in die Royal Albert Hall ein. Treffen mit Manfred Mann im Marquee Club und mit der Jazz-Legende Monty Sunshine (Petite fleur).

15. 11.1971: Die Debüt-LP "Legend" erscheint weltweit auf dem historischen Telefunken-Label (Teldec), in England exklusiv bei der RCA.

1970 

DECCA, das legendäre Plattenlabel der ROLLING STONES, lädt im März zu Probe-Aufnahmen in London ein: Nach der Studio-Session will der amerikanische A & R-Manager Glenn H. Friedman die Band BEAZZIC CONSERVATORY (Vorgänger-Band von  PARZIVAL) unter Vertrag nehmen. Doch Deccas Produktionschef Dick Rowe hat kein Interesse an den "Krauts". Rowe ist als „Mann, der die Beatles ablehnte“ in die Musikgeschichte eingegangen. 8 Jahre zuvor hatten im selben Studio die "Fab Four" nach ihrer legendären "Decca audition" ebenfalls eine Absage kassiert - mit derselben fadenscheinigen Begründung: Guitar groups are on the way out“. 

Glenn H. Friedman machte später in den USA eine steile Karriere als Musik-Manager und Verleger und arbeitete mit Legenden wie The Who, AC/DC, Janet Jackson und Barry White zusammen.

1969-1968

8. Januar 1968: Erster Live-Auftritt vom QUINTUS QUARTET im legendären Bremer Jazz-Club „Lila Eule“. In der Besetzung: Lothar Siems (voc, git), Thomas Olivier (voc, dr), Walter Quintus (viol) u. Andreas Gratenau (cello), damals noch allesamt Schüler. Die "Lila Eule" war zur Zeit der 1968er Treffpunkt vieler „Aktionsgruppen“. U. a. referierte hier der Polit-Aktivist Rudi Dutschke über die „außerparlamentarische Opposition in unserer Gegenwart“. Und hier tobte sich auch die kreative, internationale Musikszene aus – u. a. Chick Corea und Frank Zappa.           

24. Januar 1968: Die Geburt eines neuen Klassik-Sounds mit Violine, Viola, Cello und Querflöte. Im Musikraum des Bremer Gymnasiums am Barkhof entstehen die ersten Demo-Aufnahmen vom QUINTUS QUARTET.  

Die Demo-Aufnahmen verlangten vom Toningenieur“ Walter Quintus viel Geschick. Die technischen Mittel in der analogen Welt waren noch sehr bescheiden. Wir besaßen nur zwei billige Tonbandgeräte und ein Mikrofon. Alles musste live eingespielt werden. 

Vom  QUARTET zum QUINTUS QUINTET. Der Bremer Klarinettist Thorsten Rippe, ein Schulkamerad, verstärkt die Band ein.

04. August 1968: Start einer Frankreich-Tournee

01. Dezember 1968: Auftritt beim Nonstop-Beat-Festival in der Bremer Stadthalle.

17. März 1969: Erste Live-Aufnahmen bei Radio Bremen. 

22. April 1969: Erstes Rundfunk-Interview bei Radio Bremen.

1967

Nach dem Split ihrer Schülerband CHAMBERLAINS ziehen Thomas Olivier (voc) und Lothar Siems (git, voc) als Folk-Duo durch die Lande, schon mit eigenen Kompositionen. Bei einem Talentwettbewerb in Bremen gewinnen sie den ersten Preis: Eine Live-Aufnahme ihres Siegertitels „Like Glass". Als Single – aus Plastik!

Auftritt mit Les Humphries Band Wonderland („Moscow“).  

Wir hatten schon einen Manager: Harald Pühl. Er war gerade durchs Abi geplumpst, aber schon über 18 und besaß deshalb als einziger von uns einen Führerschein. Harald kutschierte uns an jedem Wochenende mit seinem Käfer zu den Tanzschuppen. Manchmal hatten Lothar und ich an einem Abend drei kurze Auftritte. Es gab im Schnitt 40 Mark Gage. Soviel Geld hatten wir noch nie in  der Tasche.

Die Teenager Lothar Siems (voc, git), Thomas Olivier (voc, dr), Walter Quintus (viol) u. Andreas Gratenau  (cello) starten am 8. Dezember 1967 das QUINTUS QUINTET in Bremens bekanntestem Live-Club „Lila Eule“. Wahrscheinlich damals die einzige Klassik-Rock-Formation in Europa. 

Nur das New York Rock & Roll Ensemble, damals erfolgreich in den USA, war in derselben Zeit ähnlich unterwegs. Die Band beschrieb ihre Musik als "classical baroque rock". 2025 meldete sich überraschend der Cellist der US-Band, Dorian Rudnytsky, bei Thomas Olivier: "First time I saw this video … of Parzival. Interesting because I'm from the USA & was in what was at that time called "the first classic-rock band" in America - the New York Rock & Roll Ensemble -- and so feel like I'm running across a kindred spirit, even though all of this is many decades ago. Whoever is still around from that band -- I wish you well!" 

(„Ich habe dieses Video von Parzival gerade zum ersten Mal gesehen. Es ist interessant für mich, da ich aus den USA stamme und Mitglied der Band war, die damals als ‚erste Classic-Rock-Band‘ Amerikas galt – dem New York Rock & Roll Ensemble. Daher habe ich das Gefühl, auf einen Gleichgesinnten zu stoßen, auch wenn all das schon viele Jahrzehnte zurückliegt. Wer auch immer von dieser Band noch da ist: Ich wünsche euch alles Gute!“)                                                                     

Die  drei späteren Parzival-Gründer kreieren einen neuen Musik-Stil: Klassische Instrumente wie Geige, Cello und Querflöte begegnen Rock-Instrumenten wie Gitarre, Bass und Schlagzeug. Damals einmalig in Europa! Thomas Olivier wechselt vorübergehend ans Gesangs-Mikrofon und an die Gitarre.  

Die Beatles hatten uns inspiriert. Vor allem ihre Songs mit Streicher-Begleitung, „Yesterday“ und „Eleanor Rigby“.

Lothar Siems schreibt den Song „Emma Peel“. Die Eigenkomposition nach der Krimi-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ erreicht regionale Bekanntheit.

1966

Die Schülerband CHAMBERLAINS werden von Tanzschulen, Hockey- und Tennis-Clubs engagiert. Scherz am Rande: Ausgerechnet die Bremer Friseurinnung lädt die langhaarigen Beatmusiker zu ihrem Friseur-Innungsfest ein. An den Wochenenden spielt die Band  in Jugendheimen und Beatclubs, in Dorfsälen bei „Beat und Tanz“. Und als Vorgruppe der Liverpooler Mädchen-Band „The Liverbirds“.

Wir trugen Anzug und Krawatte, die Mädchen Röcke. Viele Jungens kamen zum Konzert mit dem Moped.

Für einen Auftritt in einem Bremer Tennis-Club füllt die irre Gage von 300 Mark die leere Band-Kasse! Durchschnittlicher Monatsverdienst eines deutschen Arbeiters damals: 429 Mark! 

Notiz eines Lokal-Reporters nach einem Auftritt der Schülerband: „Die jungen Leute waren flott, doch konnten sie unter der älteren Generation nicht viele Freunde gewinnen. Wahrscheinlich war die Lautstärke zu hoch geschraubt. ...!“ 

18. Oktober 1966: Letzter Auftritt der CHAMBERLAINS im Bremer Beat-Keller „Lila Eule“.

1965

Die Beatwelle hat das Teufelsmoor bei Bremen erreicht. Der 16-jährige Gymnasiast Thomas Olivier (Schlagzeug) gründet mit zwei Bremer Schulfreunden, Hans-Joachim Maschke (Gitarre) und Norbert Carle (Bass), sowie Wolfgang Döhling (Gesang) in Lilienthal bei Bremen die Beat-Gruppe CHAMBERLAINS. Am 28. August komplettiert der Lilienthaler Schüler Lothar Siems (Gitarre, Gesang) die Band. Eine Begegnung mit musikalischen Folgen ...

Das Zimmer, in dem wir probten und qualmten, lag direkt neben der Küche, wo meine Großmutter Luise kochte, über die nun plötzlich ein Gewitter aus Gitarrenlärm und Trommeln hereinbrach!

Verstärker konnten wir uns nicht leisten. Ausgediente Radios, die uns ein Fachhändler im Dorf überlassen hatte, mussten als Gitarren- und Gesangsverstärker herhalten. Die Radios mit Tastensatz nannte man wegen ihres Aussehens „Gebissradios”.

Zum Repertoire gehören Songs der Shadows und der Beatles, der Rolling Stones, der Kinks, der Beach Boys und von Chuck Berry.  

Eine technische Probe vor Auftritten gab es nicht. Der Begriff Soundcheck war noch nicht ins Deutsche übersetzt worden, sodass man zunächst Lärm produzierte.

Der erste  Auftritt in der Lilienthaler Gaststätte Deutsches Haus“ beginnt mit einem Eklat. Kaum dröhnen die ersten Beats aus dem Saal, suchen die "Silberpappeln" an der Theke das Weite. Allen voran der Lange Hinni“, Deichgraf der Gemeinde bei Bremen. Groß ist die Entrüstung: Zu Oma Henny kannst Du nicht mehr hingehen! Da spielen jetzt die Beatles!“ 

„Oma Hennyhieß die resolute Wirtin. Sie hatte ein Herz für uns jungen Kerle und nahm uns regelmäßig in Schutz.

 

1963

Thomas Olivier, 14 Jahre alt, gründet in Lilienthal bei Bremen die Skiffle-Gruppe „The Flying Batman“. Damals gab es einen regelrechten Skiffle-Hype. Der Teenager zupft den „Tea Bass“. Eine Teekiste aus dem Hafen als Resonanzkörper, ein Besenstiel und eine Wäscheleine – fertig war der Teekisten-Bass. Der Schüler Lothar Siems bekommt mit 15 seine erste E-Gitarre für 200 DM -  ein Geschenk seiner Oma. Als Kinder besuchten Lothar und Thomas die Volksschule in Lilienthal. Sie behaupten bis heute, sie hätten sich dort nie gesehen ...

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